Blog für Mai 2012

„Fangprämien“

Heute kam in allen Nachrichten die Meldung, eine Studie der Universität Halle hätte ergeben, dass Ärzte in Deutschland auf breiter Basis sogenannten Fangprämine von Kliniken bekämen, an die sie Patienten überwiesen. Auftraggeber der Studie war einmal mehr der Bundesverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (und damit wurde die Studie von Ihren Beiträgen, liebe Patienten, finanziert). So eine Unterstellung darf nicht unwidersprochen bleiben.

Wir legen deshalb Wert darauf, festzustellen, dass wir in mehr als 30 Arzt- Jahren nicht ein einziges Mal erlebt haben, dass eine Klinik niedergelassenen Ärzten eine Prämie für die Einweisung von Patienten auch nur angeboten hätte. Da wir der Meinung sind, dass wir sozusagen ganz normale Ärzte sind, glauben wir nicht, dass die o.g. Behauptung stimmt, sonst müssten wir doch wohl auch derartige Angebote erhalten haben. Es ist uns keine klinik und kein Arzt bekannt, die von so etwas betroffen waren.

Uns scheint, es handelt sich vielmehr wohl eher um einen erneuten Versuch der Krankenkassen, Ärzte in ein schlechtes Licht zu stellen, um davon abzulenken, dass die Kassen Jahr um Jahr vom Bundesrechnungshof wegen Beitragsverschwendung, überbordender Bürokratie, viel zu hohen Verwaltungskosten,  teuren Dienstwägen, Spitzengehälter und Abfindungen ihrer Manager u.v.a.m. gerügt werden.

Man kann nicht ausschließen, dass es auch unter den Ärzten und Kliniken vereinzelt schwarze Schafe gibt, aber deshalb die ganze Berufsgruppe mit bösartigen Verleumdungen zu überziehen, lässt uns vermuten, dass die wahre Medizin-Mafia ganz wo anders beheimatet ist…